Deutscher Aikido-Bund e.V.

einziger vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) anerkannte Fachverband für Aikido

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Spielräume ausschöpfen

 „Warum darf sich ein Prüfling bei einer Danprüfung nicht auch während der Über­prüfung oder bei den Messertechniken von mehreren Uke angreifen lassen?“ Diese Frage stellte ich auf dem Bundeslehrgang in Bad Blankenburg unseren beiden Bun­destrainern  – nicht ohne das befriedigende Gefühl bahnbrechender Innovationskraft.
Die Gegenfrage Meister Heymanns: „Wo steht denn, dass dies nicht möglich sei?“ Es ist also möglich und ich möchte es mit diesem Artikel propagieren.
Worum geht es? Ich schlage vor, dass Prüflinge in den genannten Graden ermu­tigt werden, sich während der Prüfung – wo immer möglich – von mehreren Uke an­greifen zu lassen.
Das Prüfungsgeschehen würde – mei­nes Erachtens – in mehrerlei Hinsicht profi­tieren:
1.    würde die Prüfung flüssiger vonstatten gehen. Drei Uke z. B. können einfach schneller angreifen als der oder die schnellste „Einzeluke“;
2.    würde der Forderung der Prüfer/-innen: „angreifen!“ eine realistischer Chance gegeben. Jeder, der schon einmal Uke war, weiß, dass man nach dem vierten frei gefallenen Kokyu-nage gegen Yo­komen-uchi nicht mehr voll angreifen kann, zumindest nicht  ohne kurze Pause;
3.    könnte Nage demonstrieren, dass er/sie sich auf verschiedene Uke einstellen kann, sprich in der Lage ist, angemes­sen situationsbedingt zu reagieren.

Ich sehe hier eine Chance, die unsere Prüfungsordnung – denen die sie nutzen wollen –  weise ermöglicht.

Roger Zieger,
AVBB

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