Deutscher Aikido-Bund e.V.

einziger vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) anerkannte Fachverband für Aikido

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Aikido nicht nur für Erwachsene

Im DAB gibt es nicht nur Training für Erwachsene. Zu dem grundlegenden Selbstverständnis des DAB gehört auch die Vermittlung der Prinzipien des Aikido an Kinder und Jugendliche.

Als besonders Beispiel gilt hier das jährliche Samurai-Camp des Aikido-Verbandes Schleswig-Holstein.

Hier ein Bericht über das Samurai-Camp des Jahres 2011.

 

Samurai Camp 2011

Soziale Kompetenz, Kreativität und Engagement kennzeichneten dieses Camp, an dem 94 Kinder und Jugendliche aus sechs Bundesländern sowie 12 Betreuer und Betreuerinnen teilnahmen. Alle Themen des Kinder- und Jugendplans wie Partizipation, Integration, Eigeninitiative, Gender Mainstream wurden vorbildlich gelebt. Durch das interessante Rahmenprogramm fühlten sich viele junge Aikidoka angesprochen, denen es so gut gefiel, dass sie im nächsten Jahr wieder teilnehmen wollen. Sie entdeckten den Reiz des Samurai Camps, den Eintritt in eine große Familie.

Mittlerweile fand das Camp schon zum neunten Mal statt. Viele Ehemalige sind nun aus dem Teilnehmeralter entwachsen und bereits ca. 20 Jahre alt. Zu ihnen gehören auch unsere jungen Betreuer Nina, Lisa, Fritz und Jan. Es macht ihnen sichtlich Spaß, sich für die jüngeren Aikidoka einzusetzen. Vor einigen Jahren gab es mal eine kleine Demo beim Camp mit dem Motto „Man kann nicht immer 16 sein.“ Dies war der Beginn der Teilnahme von 16- bis 19-Jährigen, die bereit waren, für andere Verantwortung zu übernehmen. In diesem Jahr nahmen Aikidoka ab ca. 15 Jahren diese Aufgabe als Zeltpaten wahr. Sie haben sich pflichtbewusst um unsere jungen Teilnehmer gekümmert und sie nicht aus den Augen verloren. Hierzu gehörten auch „Gute Nacht-Geschichten“, insbesondere zur Beruhigung nach der gruseligen Nachtwanderung“.  

Eine Neuheit war ein speziell inszeniertes Theaterspiel. Eine neue Teilnehmerin, die 10-jährige Anna, die zum ersten Mal dabei war, schrieb eigens für das Samurai Camp ein Drehbuch mit dem Thema „Wie der kleine Mo zu O Sensei wurde“. Die Rede ist hier von Morihei Uyeshiba. Die Darstellerinnen aus 4 Bundesländern  wurden von Anna selbst rekrutiert. Das Stück wurde mit Hilfe ihres Papas, der zum ersten Mal als Betreuer dabei war, einstudiert. Er leitete auch das Anfertigen der Gipsmasken an, die wunderbar Verwendung fanden.  

In der kurzen Camp-Zeit von Dienstagmittag bis Samstagabend erlangte das Theaterstück nach harter Arbeit Bühnenreife. Alle Aikidoka kamen zur Aufführung und waren beeindruckt. Der Beifall wurde durch Standing Ovations bekräftigt.  

Natürlich sind auch die Aikido-Angebote zu erwähnen. Sie beinhalteten die gesamte Bandbreite der Techniken vom Schüler- bis zum Meistergrad, ob mit oder ohne Waffen. Empathie, die Einstellung zum Angreifer sowie die Konfliktlösung im Vorfeld wurden im Unterricht behandelt. Auch philosophische Ansätze wurden bei der Thematik des Dualismus besprochen. Die jungen Aikidoka lieferten hier gute Beiträge. Die Einheiten wurden in kleinen Gruppen von unterschiedlichen Lehrern angeleitet.  

Ergänzend zum Aikido-Unterricht gab es einen Workshop, der unter dem Motto „Schlagfertigkeit“ stand. Hier gab es zahlreiche Hilfestellungen.

Das Gemeinschaftsgefühl wurde gestärkt bei der Lager-Olympiade, bei der viele Teams durch Kreativität überzeugen konnten. Die Gruselnacht war wie immer spannend – und die Darsteller in ihrer Aufmachung und ihrem Auftreten überzeugend und professionell. Das Thema „Partizipation“ stand im Vordergrund. Teilweise gab es mehr Interessenten als Rollen vorhanden waren, da sich auch die Jüngsten einbringen wollten. Diese wurden auf die nächsten Jahre vertröstet.

Das Bogenschießen und das Geo-Cachen, sowie die Zeitreise zu den Samurai waren weitere Highlights dieses Aikido-Zeltlagers. Das Schwimmen in der Ostsee, der Besuch im Hansapark und die Vorstellung von neuen Tanzstilen rundeten das Programm ab. Auch hier waren die Jugendlichen bestens vorbereitet. Die Gestaltung lag in ihrer Hand.

Spiele wie Werwolf und Schach, die japanischen Künste Origami und Kalligraphie sowie die Erstellung und Bemalung und Dekoration von Gipsmasken, aber auch Bewegungsangebote wie das Slacklining,  die Anwendung der Diabolos und auch Beach-Volleyball ließen absolut keine Langeweile aufkommen.

Das Wetter spielte zum Glück mit, einige Programmpunkte und Orte konnten je nach Wetter flexibel getauscht werden. Der Regen begann beispielsweise erst, nachdem der Besuch im Hansapark beendet war. Das Grillen fand bei Regen unter dem Vordach statt, und statt der geplanten Nachtwanderung fand die für den nächsten Tag vorgesehene Präsentation der neuen Tanzstile statt.

Bei dem diesjährigen Samurai Camp waren sich alle einig:

„Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei, und zwar vom 17.-22.07.2012!“


Lilo Schümann
Organisatorin des Samurai Camps
Jugendleiterin des
Aikido-Verband Schleswig-Holstein
und Mitglied des Vorstandes der Jugend des DAB

 

Vollständiger Bericht mit Bildern findet ihr hier.

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